Michel Pfister

In From gebracht - Künstlerresidenz

Für das Projekt IN FORM GEBRACHT verlegte Michel Pfister anfangs März 2018 sein Atelier von Basel in den Kunstlehrstuhl. Während zwölf Wochen verfolgte er zum einen seine eigene Arbeit und bot zum anderen vier Workshops für vier unterschiedliche Klassen der BBB an, um verschiedene Örtlichkeiten an der Schule mit dem Material Holz zu bespielen.

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Das Projekt startete Ende März mit der Aktion "Bring Holz in Spannung" in den Schulhäusern Bruggerstrasse und Martinsberg. Die Berufslernenden, Lehrpersonen und andere Mitarbeitende wurden aufgefordert, Holzlatten in eine Form, wie zum Beispiel einen Kreis oder Tropfen zu biegen, mit Nieten zu befestigen und aufzuhängen. Bei der Aktion ging es primär darum, das Interesse der Jugendlichen zu wecken und auf die Präsenz von Michel Pfister und seinem Atelier hinzuweisen.

  • Aktion Martinsberg Michel Pfister

Nach den Frühlingsferien haben sich vier Klassen für je vier Workshops bei Michel Pfister angemeldet. In seinem Atelier lernten sie vor allem das Material Holz, aber auch Papier und Blech und deren Eigenschaften kennen und konnten damit experimentieren. Dabei ging es auch um das Untersuchen, was alles eine Skulptur oder ein Objekt sein kann, und was für eine Wirkung eine dreidimensionale Arbeit haben kann. In einem zweiten Schritt bekam jede Klasse einen Ort im und um das Schulhaus Martinsberg zugeteilt, für den sie eine Skulptur planen sollte. In Gruppen bauten sie kleine Modelle im Massstab 1:10, von denen dann einige umgesetzt wurden.

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Das Atelier wurde während der letzten fünf Wochen zu Werkstatt und Labor, wo die Jugendlichen einen Einblick in die künstlerische Arbeits- und Denkweise bekamen und die Möglichkeit hatten, selber zu experimentieren. Durch die gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke, aber auch durch das prozessorientierte und ergebnisoffene Arbeiten, wurde ihr eigener kreativer Prozess angeregt, und sie selber wurden dazu motiviert, vor Ort eine eigene Arbeit zu gestalten.

Es war wichtig, dass Michel Pfister seine Erfahrungen und Prozesse sowie sein Interesse für die Jugendlichen zugänglich und transparent machte. Somit gab er ihnen Raum, sich selber einzubringen und eigene Ideen zu realisieren, was wiederum auch für ihn und seine eigene Arbeit inspirierend wirkte.

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